Orionnebel M42

Der Orionnebel mit der Messier Nummer M42 ist ein diffuser Nebel bestehend aus einer riesigen Wolke aus Gas und Staub. Dieses Objekt hat auch die Nummer NGC1976. Die Entfernung beträgt etwa 1.500 Lichtjahre und die sichtbare Ausdehnung etwa 25 Lichtjahre. Der Orionnebel befindet sich am Himmel im Sternbild des Orion direkt unter den drei Gürtelsternen und ist mit einer Helligkeit von +4.0mag bereits sehr deutlich mit freiem Auge erkennbar. Die beste Beobachtbarkeit für M42 ergibt sich immer in den Wintermonaten.

Der Orionnebel zählt zu den aktivsten Sternentstehungsgebieten in der galaktischen Nachbarschaft unserer Sonne. Die Sterne entstehen durch Materieverdichtung. Diese neuen Sterne, dazu gehören auch die vier Trapezsterne, ionisieren den sie umgebenden Wasserstoff und regen dabei die Wolke von Innen zum Leuchten an.


26. Dezember 2006
Diese Aufnahme am 26. Dezember 2006 wurde in Nonndorf direkt neben unserem Wohnhaus mit der originalen Digital Spiegelreflex Kamera Canon EOS 20D im Primärfokus des Newton 1200/254 durchgeführt. Die Montierung EQ6 wurde dabei freilaufend ohne automatische Nachführung oder manueller Korrektur betrieben.

Irrtümlich wurde bei der Aufnahme ein externer IR-Sperrfilter <700nm von Astronomik in den optischen Weg geschaltet. Dieser sollte allerdings wegen dem originalen internen IR Sperrfilter der Kamera außer einem unnötigen Helligkeitsverlust keinen weiteren Einfluss auf die Aufnahme gehabt haben.

Orionnebel M42 am 26. Dezember um 21h29 MEZ
Orionnebel M42
Canon EOS 20D, Primärfokus Newton 1200/254, 1x120s + 1x30s, ISO800
 


08. September 2006
Diese Aufnahme am 08. September 2006 wurde in Nonndorf direkt neben unserem Wohnhaus mit der Video Kamera WAT-120N im Primärfokus des Newton 1200/254 durchgeführt. Die Montierung EQ6 wurde dabei freilaufend ohne automatische Nachführung oder manueller Korrektur betrieben.

Erstmals habe ich bei diesen Aufnahmen den Astronomik Profi H-alpha Filter für das Licht der H-alpha Wasserstoff-Emmission bei einer Wellenlänge von 656,28 Nanometer benutzt. Die Bandbreite des Filters beträgt 13nm. Durch den Einsatz dieses Filters werden die Nebelstrukturen besser hervorgehoben und deutlicher abgebildet.

Orionnebel M42 am 08. September um 02h09 - 02h10 MESZ
im Licht der H-alpha Emmission mit einer Wellenlänge von 656,28 Nanometer
Orionnebel M42
Video Kamera WAT-120N, It=1.28s, Primärfokus Newton 1200/254, 100 x 1.28s = 128s
 
Deutlich erkennbar sind im Zentrumsbereich auch die vier in Trapezform angeordneten Sterne welche die Wasserstoffwolke so wie viele andere Sterne im Inneren ebenfalls zum Leuchten anregen.

 


© 2006 G. Dangl
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30. Dezember 2006
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