Filter für Okulare, Kameras und Fernrohr
Optische Filter haben die Aufgabe bestimmte Spektralbereiche entsprechend zu dämpfen oder sogar ganz zu sperren aber gleichzeitig andere Wellenlängen möglichst ungehindert passieren zu lassen. Damit kann man Störungen durch künstliche Lichtquellen deutlich vermindern und so die Kontrastwirkungen bei astronomischen Objekten stark erhöhen. Mit Filter kann man aber auch spezielle Wellenlängen in einer Aufnahme besonders hervorheben. Bei den CCD-Chips von Kameras werden wegen der entsprechenden Empfindlichkeit auch Filter bis weit über den sichtbaren Bereich hinaus eingesetzt um bestimmte Details von Objekten auf Aufnahmen besonders hervorzuheben. So lassen sich mit Kameras meist viel mehr Informationen sammeln als bei rein visueller Beobachtung erfasst werden können.
| Empfindlichkeitskurven - Auge | RGB Empfindlichkeitskurven - WebCam |
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ATIK - Filterrad
Filter Solar Continuum von Fa. Baader
Sperrfilter für Infrarot von Fa. Astronomik
RGB-Filtersatz Profi Typ 2c von Fa. Astronomik
Luminanz Filter UV-IR Block von Fa. Astronomik
UV-Pass Filter von Fa. Baader
UV-Pass Filter von Fa. Schuller
IR-Pass Filter von Fa. Baader
Planet IR Pro 742 Filter von Fa. Astronomik
Planet IR Pro 807 Filter von Fa. Astronomik
Rotfilter RG610 von Fa. Baader
IR-Pass RG850 von Edmund Optics
IR-Pass RG1000 von Edmund Optics
Methan-Band 880/50 von Edmund Optics
Methan-Band 891/17 von Dr. Anders Laboratorien
Orangefilter LP570 von Fa. Baader
Gelbfilter LP495 von Fa. Baader
Profi UHC Filter von Fa. Astronomik
Profi H-beta Filter von Fa. Astronomik
Profi O-III Filter von Fa. Astronomik
Profi H-alpha Filter von Fa. Astronomik
SII CCD Filter von Fa. Astronomik
Polarisationsfilter - verstellbar von Fa. Antares
Neutraler Graufilter ND=0,9 von Fa. Baader
Neutraler Graufilter ND.13 von Fa. Antares
Sonnenfilter mit Baader Solarfolie ND=5
| Meine 1.25 Zoll Filter mit 28.5 x 0.5 mm Schraubgewinde im Überblick (02/2010) |
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Nur 120 Millimeter Durchmesser, 20 Millimeter Dicke und 260 Gramm Masse garantieren eine gute Anwendbarkeit am Okularauszug. Das Filterradgehäuse hat beidseitig T2-Anschlüsse die für einen sehr festen Halt im System sorgen. Vier kleine M2 Inbus-Schrauben müssen zum Öffnen des Filterraddeckels gelöst werden.
Mit diesem Filterrad ist es möglich bis zu fünf Filter einzeln in den Strahlengang von Kameras oder Okularen zu bringen. Beim Filterwechsel wird das Stellrad einfach um die entsprechenden leicht einrastenden Stufen weitergedreht. Gegenüber einem halboffenen Filterschieber hat man hier den Vorteil, dass die Filter gekapselt sind und so nicht direkt Energie in den kalten Weltraum abstrahlen können. Somit kühlen die Glasflächen doch deutlich langsamer unter die Umgebungstemperatur und beschlagen daher auch erst sehr viel später.
Mit einer Kamera und dem Filterrad kann man auch exakt deckungsgleiche aber verschiedenartige Aufnahmen durchführen da die Kamera selbst bei einem Filterwechsel nicht bewegt oder verdreht wird. Ein weiterer großer Vorteil ist das Entfallen des meist problematischen nächtliche Filterschraubens das womöglich bei eisiger Kälte durchgeführt werden soll.
Das geöffnete und bestückte ATIK-Filterrad mit den fünf Positionen 

NGF-DX1 Motorauszug, ATIK Filterrad, T2-System, ClickLock und Pentax 
Die Filterbeschreibungen im Detail
Diese mehrfach vergütete hochwertige Klarglasfilter von Astronomik werden als dichter Staubschutz am vorderen Ende des 1,25 Zoll Kamera-Adapters eingeschraubt. Das Filter ist über einen weiten Wellenlängenbereich vom UV bis zum IR-Bereich durchlässig. Der CCD-Chip der Kamera ist dadurch vor Verunreinigungen gut geschützt und es können zusätzlich beliebige Filter direkt aufgeschraubt oder mit einem Filterrad in den optischen Weg vor der Kamera zugeschaltet werden.
MC-Klarglasfilter Filterkurve MC-Klarglasfilter 

Dieses Filter schneidet einen eng begrenzten etwa 8 Nanometer breiten Spektralbereich bei 540 nm aus dem Sonnenspektrum heraus. Bei dieser Wellenlänge haben Granulation und die Struktur in den Sonnenflecken ihren höchsten Kontrast in der Photosphäre der Sonne. So kann ich in Verbindung mit meinen mit Baader Astro Solar Folie selbstgebauten Sonnenfiltern noch schärfere und detailreichere Bilder der Sonnenoberfläche aufnehmen. Aber auch bei visueller Beobachtung sind mit diesem Solar Continuum - Filter deutlich mehr Details erkennbar.
Filter Solar Continuum - 540 nm Filterkurve 

Dieses Filter blockiert den langwelligen Infrarotanteil des Lichtes ab 700 Nanometer aufwärts bis etwa 1150 nm. Da alle CCD-Bildsensoren neben dem sichtbaren Bereich auch noch den IR-Bereich abbilden würden, müssen diese Wellenlängen durch Filter ausgeschaltet werden. Sonst wäre das Scharfstellen eines Objektes nur sehr schwer oder gar nicht möglich. Diese Filter werden vorwiegend bei Aufnahmen mit der WebCam oder einer der Videokameras benutzt.
Astronomik Sperrfilter für Infrarot Filterkurve Astronomik IR-Sperrfilter 

Diese hochwertigen Interferenzfilter sind nicht mit billigen Farbfiltern vergleichbar. Sie lassen tatsächlich nur einen einzigen und bestimmten Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes passieren. Frequenzanteile unterhalb und oberhalb dieses Durchlassbereiches werden im gesamten Empfindlichkeitsbereich des Auges oder eines CCD-Chips gänzlich blockiert. Daher können jeweils nur die Frequenzen für die Farben Rot, Grün oder Blau den entsprechenden Filter passieren. Durch diesen einzigen Durchlassbereich bis in den Bereich von etwa 1150 Nanometer des nahen Infrarot braucht man auch bei CCD-Aufnahmen keinen zusätzlichen Infrarotsperrfilter.
Weitere Qualitätsmerkmale dieser Filter sind gleiche optische Dicke, nicht feuchtigkeitsempfindlich, nicht alternd und kratzfest. Bei kombinierten Farbaufnahmen mit diesen drei Filtern kommt es durch die Anordnung und Form der Durchlasskurven auch zu keiner unnatürlichen Farbverschiebung.
Astronomik RGB-Filtersatz Profi Typ 2c Filterkurve Astronomik RGB-Filtersatz Profi Typ 2c 

Dieses Filter wird in Verbindung mit dem RGB-Filtersatz für Farbaufnahmen (L-RGB) mit einer monochromen CCD Kamera verwendet. Die Helligkeitsinformation (Luminanz) wird aus dem sichtbaren Wellenlängenbereich von etwa 380 bis 680 nm gewonnen. Der UV Bereich darunter und der IR Bereich darüber wird durch dieses Filter blockiert.
Astronomik Luminanz Filter Typ 2c Filterkurve Luminanz Filter Typ 2c 

Dieser Filter hat eine Transmission die von 300 bis 400 Nanometer reicht und ansonst eine völlige Blockung des gesamten Spektralbereiches von 200nm bis 1500nm. Im Bereich von 300 bis 400nm ist das menschliche Auge für Beobachtungen natürlich nicht mehr empfindlich genug. Daher ist dieser Filter auch nur für Aufnahmen mit einem CCD-Chip an Fernrohren ab einer Öffnung von 15 Zentimeter vorgesehen.
Dieser Filter dient vorwiegend zur Aufnahme von Wolken in der Venusatmosphäre. Diese zarten Wolkenstrukturen werden normalerweise vom hellen Licht im sichtbaren Bereich total überstrahlt und könnten mit mittleren Amateurteleskopen ohne UV-Pass Filter kaum sichtbar gemacht werden. Durch die Blockierung des sichtbaren Lichtanteils erhält man ein dunkleres Bild aber eventuell mit erkennbaren Strukturen in der Venusatmosphäre.
Ein weiteres Anwendungsgebiet dieses Filters ergibt sich bei der Aufnahme von Fackelstrukturen in der Sonnenatmosphäre. Diese hellen Fackelgebiete sind vorwiegend in den Wellenlängen der Kalzium K-Linien sichtbar und diese liegen im Durchlassbereich dieses UV-Pass Filters. Das Trägermaterial für diesen hochwertigen Filter ist das Schott Glas UG-11. Auf dem Glas ist eine 20 lagige dielektrische Vergütung aufgebracht.
UV-Pass Filter Filterkurve UV-Pass Filter 

Dieser UV-Pass Filter von Schuller stammt aus einem photometrischem Filtersatz. Er ist natürlich nicht für visuelle Anwendungen geeignet da das menschliche Auge in diesem kurzen Wellenlängenbereich bereits unempfindlich ist. Allerdings haben manche CCD Sensoren noch genügend Empfindlichkeit um diesen Bereich zu erfassen. Dieser Filter ist hervorragend geeignet um Wolkenstrukturen in der Venusatmosphäre entsprechend kontrastreich hervorzuheben.
UV-Pass Filter Filterkurve UV-Pass Filter 

Der Filter wird nur für Aufnahmen mit CCD-Kameras verwendet. Dieser Langpassfilter beginnt im tiefen Rot bei 670 Nanometer und hat eine "Anlaufkante" bei 685 Nanometer. Das ist jener Punkt in der Filterkurve bei dem bereits 50 Prozent Transmission erreicht wird. Ab einer Wellenlänge von 700 nm ist dieser IR-Pass Filter dann voll durchlässig. Das menschliche Auge könnte diesen Bereich nicht mehr nutzen aber CCD-Chips sind in diesen Wellenlängen noch empfindlich genug.
Der Vorteil von Aufnahmen im nahen Infrarotbereich ist physikalisch durch die längere Wellenlänge begründet. Die atmosphärische Luftunruhe, das "Seeing", wirkt sich bei den längeren Wellenlängen des Infrarot wesentlich geringer aus als bei den kürzeren des sichtbaren Bereiches. Hinzu kommt, dass manche Oberflächenstrukturen von Planeten im Infrarot viel kontrastreicher reflektieren als im sichtbaren Bereich. Diese Unterschiede führen insgesamt zu deutlich besseren Aufnahmedetails an Planetenoberflächen als bei herkömlichen Farbaufnahmen.
Allerdings steckt in einer CCD-Infrarotaufnahme die Bildinformation nur mehr in Form von verschieden hellen Grautönen. Obwohl dies technisch eigentlich belanglos ist, kann man eine im selben Zeitraum zusätzlich durchgeführte RGB-Farbaufnahme dann mit der Infrarotaufnahme als Luminanzkanal per Software kombinieren und so wieder ein Farbbild aber mit besserer Qualität erhalten. Die Qualität des Infrarot-Helligkeitskanals ist dabei wesentlich wichtiger als die des Farbkanals.
IR-Pass Filter Filterkurve IR-Pass Filter 

Der Filter wird nur für Aufnahmen mit CCD-Kameras verwendet. Dieser Langpassfilter beginnt im Infrarotbereich bei 700 Nanometer und hat eine "Anlaufkante" bei 742 Nanometer. Das ist jener Punkt in der Filterkurve bei dem bereits 50 Prozent Transmission erreicht wird. Ab einer Wellenlänge von etwa 760 nm ist dieser IR-Pass Filter dann voll durchlässig. Das menschliche Auge könnte diesen Bereich nicht mehr nutzen aber CCD-Chips sind in diesen Wellenlängen noch empfindlich genug. Der IR Pro 742 liefert ein ruhigeres Bild als der IR-Pass mit 685nm. Allerdings ist auch die Bildhelligkeit geringer.
Der Vorteil von Aufnahmen im nahen Infrarotbereich ist physikalisch durch die längere Wellenlänge begründet. Die atmosphärische Luftunruhe, das "Seeing", wirkt sich bei den längeren Wellenlängen des Infrarot wesentlich geringer aus als bei den kürzeren des sichtbaren Bereiches. Hinzu kommt, dass manche Oberflächenstrukturen von Planeten im Infrarot viel kontrastreicher reflektieren als im sichtbaren Bereich. Diese Unterschiede führen insgesamt zu deutlich besseren Aufnahmedetails an Planetenoberflächen als bei herkömlichen Farbaufnahmen.
Allerdings steckt in einer CCD-Infrarotaufnahme die Bildinformation nur mehr in Form von verschieden hellen Grautönen. Obwohl dies technisch eigentlich belanglos ist, kann man eine im selben Zeitraum zusätzlich durchgeführte RGB-Farbaufnahme dann mit der Infrarotaufnahme als Luminanzkanal per Software kombinieren und so wieder ein Farbbild aber mit besserer Qualität erhalten. Die Qualität des Infrarot-Helligkeitskanals ist dabei wesentlich wichtiger als die des Farbkanals.
Planet IR Pro 742 Filter Filterkurve Planet IR Pro 742 Filter 

Der Filter wird nur für Aufnahmen mit CCD-Kameras verwendet. Dieser Langpassfilter beginnt im Infrarotbereich bei 770 Nanometer und hat eine "Anlaufkante" bei 807 Nanometer. Das ist jener Punkt in der Filterkurve bei dem bereits 50 Prozent Transmission erreicht wird. Ab einer Wellenlänge von etwa 830 nm ist dieser IR-Pass Filter dann voll durchlässig. Das menschliche Auge könnte diesen Bereich nicht mehr nutzen aber CCD-Chips sind in diesen Wellenlängen noch empfindlich genug. Der IR Pro 807 liefert ein noch ruhigeres Bild als der IR Pro 742. Allerdings ist auch die Bildhelligkeit wieder geringer als beim IR Pro 742.
Der Vorteil von Aufnahmen im nahen Infrarotbereich ist physikalisch durch die längere Wellenlänge begründet. Die atmosphärische Luftunruhe, das "Seeing", wirkt sich bei den längeren Wellenlängen des Infrarot wesentlich geringer aus als bei den kürzeren des sichtbaren Bereiches. Hinzu kommt, dass manche Oberflächenstrukturen von Planeten im Infrarot viel kontrastreicher reflektieren als im sichtbaren Bereich. Diese Unterschiede führen insgesamt zu deutlich besseren Aufnahmedetails an Planetenoberflächen als bei herkömlichen Farbaufnahmen.
Allerdings steckt in einer CCD-Infrarotaufnahme die Bildinformation nur mehr in Form von verschieden hellen Grautönen. Obwohl dies technisch eigentlich belanglos ist, kann man eine im selben Zeitraum zusätzlich durchgeführte RGB-Farbaufnahme dann mit der Infrarotaufnahme als Luminanzkanal per Software kombinieren und so wieder ein Farbbild aber mit besserer Qualität erhalten. Die Qualität des Infrarot-Helligkeitskanals ist dabei wesentlich wichtiger als die des Farbkanals.
Planet IR Pro 807 Filter Filterkurve Planet IR Pro 807 Filter 

Ein Filter mit dem Schott-Glas RG610. Dieses Rotfilter mit steiler Absorptionskante filtert auch die H-alpha Linie aus dem sichtbaren Spektrum aus. Blaues und blaugrünes Licht wird damit fast vollständig blockiert. So erhöhen sich auch die Kontraste zwischen den hellen Zonen und den dunklen Bändern auf dem Jupiter und Saturn. Dieses Filter ist das interessanteste Filter zur Beobachtung der Polkappen des Mars und ist als optimales Filter zur Tagesbeobachtung aller Planeten einsetzbar.
Rotfilter RG610 Filterkurve Rotfilter RG610 

Ein Filter mit dem Schott-Glas RG850. Dieses IR-Pass Filter hat eine Flanke die von 700nm bis etwa 950nm ansteigt. Der 50% Wert wird bei 850nm erreicht. Wie alle IR-Pass Filter kann dieses Filter ebenfalls zur Bildberuhigung eingesetzt werden. Auch für Aufnahmen am Taghimmel kann man dieses Filter zur Kontraststeigerung einsetzen. Die Anstiegsflanke ist hier jedoch nicht so steil wie bei den Planet IR Pro Filtern. Die Fassung des 3mm dicken Filters erfolgte mit Teilen von Gerd Neumann jr.
IR-Pass Filter RG850 Filterkurve IR-Pass RG850 

Ein Filter mit dem Schott-Glas RG1000. Dieses IR-Pass Filter hat eine Flanke die von 770nm bis etwa 1300nm ansteigt. Der 50% Wert wird bei 1000nm erreicht. Wie alle IR-Pass Filter kann dieses Filter ebenfalls zur Bildberuhigung eingesetzt werden. Auch für Aufnahmen am Taghimmel kann man dieses Filter zur Kontraststeigerung einsetzen. Die Anstiegsflanke ist hier jedoch nicht so steil wie bei den Planet IR Pro Filtern. Die Fassung des 3mm dicken Filters erfolgte mit Teilen von Gerd Neumann jr.
IR-Pass Filter RG1000 Filterkurve IR-Pass RG1000 

Dieses Band-Pass Filter hat im Infrarot ein Durchlassfenster. Die zentrale Wellenlänge liegt bei 880nm. Hier erreicht das Filter eine minimale Transmission von 55%. Die FWHM ist 50nm breit. Durch den etwa 50nm breiten Durchlassbereich kann dieses Filter auch an Optiken unter 14 Zoll Öffnung verwendet werden. Speziell der Absorptionsbereich in der Methanatmosphäre von Uranus deckt sich sehr gut mit dem Durchlassbereich dieses Filters. Dadurch kann die Helligkeit der Planetenscheibe deutlich gesenkt werden im Vergleich zu Objekten die keine methanhaltige Atmosphäre haben. Auf diese Weise vermindert man Überstrahlungen durch den Planeten und kann schwächere Objekte in der Nähe des Planeten besser aufnehmen. Auch an Jupiter und Saturn sollten sich damit gute Ergebnisse erzielen lassen. Wegen der Dicke der Filterglasscheibe von 5mm wurde die Fassung für 1.25" komplett von Gerd Neumann jr. durchgeführt.
Methan Band Filter 880nm Filterkurve Methan Band Filter 880nm 

Dieses enge Band-Pass Filter hat im Infrarot ein Durchlassfenster. Die zentrale Wellenlänge liegt bei 891nm (+/- 3nm). Hier erreicht das Filter eine Transmission von sogar 85%. Die FWHM ist nur 17nm breit. Durch den engen 17nm breiten Durchlassbereich ist dieses Filter mit einer 10 Zoll Optik vor allem bei Belichtungszeiten ab einigen Zehntelsekunden nutzbar. Speziell der Absorptionsbereich in der Methanatmosphäre von Jupiter deckt sich sehr gut mit dem Durchlassbereich dieses Filters. Dadurch kann die Helligkeit der Planetenscheibe deutlich gesenkt werden im Vergleich zu Objekten die keine methanhaltige Atmosphäre haben. Auf diese Weise vermindert man Überstrahlungen durch den Planeten und kann schwächere Objekte in der Nähe des Planeten besser aufnehmen. Die Dicke der Filterglasscheibe beträgt 4mm. Daher passt diese Filterscheibe noch sehr gut und verspannungsfrei in eine 1.25" Leerfassung von Gerd Neumann jr.
Methan Band Filter 891nm Filterkurve Methan Band Filter 891nm 

Es handelt sich um ein Langpassfilter mit einer Anlaufkante bei 570 Nanometer. Kontraststeigerung bei Mond- und Planetenbeobachtungen in der Dämmerung werden damit erreicht. Das Filter verbessert das Erkennen von Dunkelgebieten auf dem Mars und man durchdringt damit die Dunstschicht der Marsatmosphäre besser. Es zeigen sich auch mehr Details in den Wolkenbändern von Jupiter und Saturn. Aber auch zur Tagesbeobachtung von Mond, Merkur und Venus ist dieses Orangefilter bestens geeignet.
Orangefilter LP570 Filterkurve Orangefilter LP570 

Dieses Langpassfilter hat eine Anlaufkante bei 495 Nanometer und unterdrückt das sekundäre Spektrum (Blauanteil) bei achromatischen und halbapochromatischen Refraktorobjektiven. Dadurch wird bei Refraktoren auch die Bildschärfe gesteigert. Bei der visuellen Beobachtung erhöhen sich durch den Filtereinsatz allgemein die Kontraste von Mond- sowie Marsoberfläche . Das Gelbfilter erhöht auch die Kontraste zwischen den einzelnen Bändern und Zonen der Jupiterwolken. Mit größeren Instrumenten ab etwa 20 cm Öffnung können damit sogar Details auf dem Saturn gesehen werden.
Gelbfilter LP495 Filterkurve Gelbfilter LP495 

Dieser Filter gehört zu den besten Nebelfiltern am Markt. Es dient zur Unterdrückung von Licht das aus künstlichen Lichtquellen stammt und den Nachthimmel oft störend aufhellt. Der Astronomik UHC ist ein idealer Filter für die visuelle Beobachtung. Dieser UHC Filter läßt die Strahlung aus den beiden O-III Linien bei 496nm und 501nm und der H-beta Linie bei 486nm zu fast 100 Prozent passieren. Ein zweites Fenster für die H-alpha Linie mit 656nm sorgt dort mit 96 Prozent Transmission dafür, dass auch diese Strahlung noch stark genug im Auge ankommt. Auch die S-II Linie bei 672nm liegt in diesem zweiten Durchlassbereich. Aber jedes störende künstliche Streulicht aus den anderen Wellenlängenbereichen wird zuverlässig ausgefiltert. Durch die starke Abschwächung des Himmelshintergrundes werden bei Gasnebel und Planetarischen Nebel Details viel besser sichtbar. Das hier verwendete Filtermaterial ist nicht feuchtigkeitsempfindlich, nicht alternd und kratzfest.
Profi UHC Filter Filterkurve Profi UHC Filter 

Dieser Filter ist erst ab 25 Zentimeter Fernrohröffnung sinnvoll einsetzbar. Er lässt das Licht der H-beta Emmission mit einer Wellenlänge von 486,13 Nanometer ungehindert passieren. Gleichzeitig wird aber das restliche kontrastvermindernde Licht blockiert. Der Filter hat eine Bandbreite von nur 12nm. Daher wird bei Objekten wie Wasserstoffnebel der Kontrast stark gesteigert. Unter klarem Himmel sollte damit sogar die visuelle Beobachtung des berühmten dunklen Pferdekopfnebel B33 vor dem hellen Nebel IC434 im Sternbild Orion möglich sein.
Profi H-beta Filter Filterkurve Profi H-beta Filter 

Mit einer Bandbreite von etwa 12 Nanometern ist eine Verwendung dieses Filters erst ab etwa 20 Zentimeter Fernrohröffnung wirklich sinnvoll. Bei beiden O-III Linien mit ihren Wellenlängen von 495,9 und 500,7 Nanometer hat dieser schmalbandige Filter eine Transmission von 96 Prozent. Der Astronomik O-III Filter wird für die visuelle Beobachtung von Gasnebeln und Planetarischen Nebeln genutzt. Durch die Blockung von allen störenden Lichtquellen bringt er dabei einen erheblichen Kontrastgewinn. Dieser Filter bringt gegenüber dem UHC-Filter einen nochmals gesteigerten Kontrast der allerdings auch mit mehr Lichtverlust verbunden ist.
Profi O-III Filter Filterkurve Profi O-III Filter 

Dieser Filter lässt das Licht der H-alpha Emmission mit einer Wellenlänge von 656,28 Nanometer ungehindert passieren. Gleichzeitig wird aber das restliche kontrastvermindernde Licht blockiert. Daher wird bei Aufnahmen von Objekten wie Wasserstoffnebel der Kontrast stark gesteigert. Der Filter ist mit einer Bandbreite von 12nm auch mit Teleskopen ab 15 Zentimeter Öffnung sinnvoll einsetzbar. Eine visuelle Anwendung dieses Filters ist allerdings nicht sinnvoll.
Profi H-alpha Filter Filterkurve Profi H-alpha Filter 

Dieser Filter lässt das Licht des einfach ionisierten Schwefels S-II bei 672 Nanometer passieren, und blockiert den gesammten Rest des Spektrums von Ultraviolett bis Infrarot. Der Durchlassbereich hat eine Breite von 12nm. Bei CCD Aufnahmen steigert der Filter den Kontrast zwischen Objekten, die in der S-II Emissionsline strahlen, und dem Himmelshintergrund. Eine visuelle Anwendung dieses Filters ist allerdings nicht möglich.
SII CCD Filter Filterkurve SII CCD Filter 

Dieser Filter besteht eigentlich aus zwei einzelnen Polarisationsfiltern in einem Gehäuse. Der zweite Filter kann dabei als Rändelring beliebig und frei in seiner Position zum ersten Filter verdreht werden. Der erzielte Lichtdurchlass ist durch das Verdrehen stufenlos von 5 bis 70 Prozent regelbar. Da die Kennlinie sinusförmig ist, kann man den Bereich der geringsten Dämpfung bei 70 Prozent sehr feinfühlig regeln. Der maximale Sperrbereich bei 5 Prozent ist dabei wesentlich steiler und enger aber gerade dadurch sehr exakt einstellbar.
Variabler Polfilter Einstellkurve Variabler Polfilter 

Dieser Filter dient nur zur Dämpfung von sehr hellen Objekten bei der visuellen Beobachtung. Mit einer Dichte von ND=0,9 ergibt sich eine Transmission von 12,5 Prozent des einfallenden Lichtes. Dabei werden alle sichtbaren Wellenlängen gleich und ohne Farbveränderung abgeschwächt. Eine typische Anwendung für solche Filter ist die Mondbeobachtung. Bei einem Fernrohr mit 10 Zoll Öffnung ist die Blendung bei der ungefilterten Mondbeobachtung schon enorm und zerstört sofort jede Dunkeladaption des Auges auf viele Minuten. Diese Filter können aber auch bei sehr hellen Planeten wie Jupiter bei kleinen Vergrößerungen sinnvoll eingesetzt werden. Da die Transmission im Infrarot aber wieder deutlich ansteigt, darf eine Sonnenbeobachtung nur in Kombination mit einem speziellen Objektivsonnenfilter durchgeführt werden.
Neutraler Graufilter ND=0,9 Filterkurve Neutraler Graufilter ND=0,9 

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23. Juli 2010
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